Gasteintrag – Vici’s Weg zum Veganismus und Tierrechtsaktivismus

Heyho! 🙂
Ich stell mich erstmal kurz vor, hier kennt mich ja (fast) niemand. Mein Name ist Vici, ich bin 23 und komme aus Österreich.
Ich soll/darf euch heute etwas über Veganismus und Tierrechtsaktivismus erzählen. Meine „Geschichte“ begann vor etwas über 1,5 Jahren. Nachdem ich auf Social Media immer wieder auf Veganer gestoßen bin und diese mir (zwar ziemlich hart, aber wirkungsvoll) die Augen öffneten, beschloss ich eines Abends mir auf Netflix die Dokus „Cowspiracy“ und „Forks over Knives“ anzuschauen. Danach war klar, dass es nur einen Weg gibt – Veganismus. Ich bin direkt am nächsten Tag komplett ohne Vorwissen und Hilfe einkaufen gefahren und hab mich erstmal zwei Stunden im Laden durch das Sortiment gekämpft. Eigentlich war ich ja die geborene Veganerin. Ich mochte Fleisch noch nie wirklich, hab in meinem ganzen Leben noch kein Steak oder Wild gegessen. Milch und Eier haben mich sowieso angeekelt und ich hab sie „nur“ gegessen, wenn sie irgendwo verarbeitet waren. Die ersten zwei-drei Monate waren trotzdem nicht leicht und bestanden aus viel Inhaltsstoffe lesen und Internetrecherche. Irgendwann wars dann so normal, dass ich die Packungen nurmehr kurz in der Hand halten musste, um zu wissen, ob ich es kaufe oder nicht.

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Was nicht so leicht war, war die Erkenntnis, dass alle anderen um mich herum immer noch tierische Produkte konsumieren und somit dazu beitragen, dass Tiere ausgebeutet werden. Ich konnte es nicht glauben, dass ich auf taube Ohren stieß, wenn ich davon erzählt habe, was eigentlich passiert, wenn man Milch, Eier, Fleisch und Honig konsumiert. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich war so oft wütend und traurig. In meinem Umfeld gab es zu der Zeit auch kaum Veganer*innen, mit denen ich reden konnte. Doch das ließ mich nicht aufgeben. Die ganzen positiven Veränderungen, die ich spüren konnte, waren Grund genug weiterzumachen. Ich hatte plötzlich meine Essstörung im Griff. Ich war viel aktiver und nicht mehr so müde. Schon bald wurde mir schlecht, wenn ich tierische Produkte nur gerochen habe.

Irgendwann fing ich dann an meine Wut umzuwandeln und den Veganismus vorallem im Internet zu verbreiten. Je mehr ich das gemacht habe, desto mehr andere Veganer*innen haben sich bei mir gemeldet und ich hab einige der tollsten Menschen kennengelernt. Nach einiger Zeit meldeten sich auch Menschen, die mir erzählten, dass ich ihnen die Augen geöffnet habe und sie jetzt auch vegan leben oder auf dem Weg dahin sind.

Vor einigen Wochen stieß ich dann zufällig auf eine Instagram Story von Joshua Entis (auf Instagram), die in Wien aufgenommen wurde. Ich sah, dass es die Aktivist*innen, die ich schon lange bewundere, auch in Österreich gibt. Doch niemals im Leben hätte ich mich getraut mich ihnen anzuschließen. Meine Angststörung hielt mich zur

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ück. Irgendwann saß ich dann zuhause und scrollte durch die verschiedenen Apps und öffnete ohne nachzudenken Tinder. Beim hin- und herswipen stieß ich auf das Profil einer Person, die „Vegan Activist“ in der Beschreibung hatte. Nachdem wir einige Nachrichten ausgetauscht auf Facebook ausgetauscht hatten, sah ich, dass es am nächsten Tag eine Mahnwache in meiner Stadt geben würde. Ich nahm all meinen Mut zusammen und schrieb, dass ich hinkommen würde.

An besagtem Tag stand ich um 3 Uhr morgens auf und machte mich auf dem Weg zum Schlachthof. Als ich dort ankam, wurde ich mehr als herzlich begrüßt und sofort in die Gruppe aufgenommen. Einige Tage später besuchte ich auch meinen ersten Cube of Truth und der Rest ist Geschichte. Nun habe ich endlich das gefunden, worauf ich die ganze Zeit gewartet habe – meinen Sinn. Seitdem ich Aktivistin bin, habe ich meine psychischen Krankheiten im Griff und mir geht es so gut wie schon lange nicht. Weil ich endlich was tun kann gegen das Leid, das mich so lange aufgefressen hat. Ich muss nicht mehr nur zusehen, ich kann helfen. Ich kann helfen die Welt zu verändern.
Es reicht nicht mehr „nur“ vegan zu sein. Wir müssen aktiv etwas tun, um die Ausbeutung zu verhindern.

Ich hab seitdem so viele wundervolle Menschen kennenlernen dürfen und so viele schöne Erfahrungen gemacht. Ich erreiche Menschen und immer mehr werden vegan oder aktiv durch mich. Mich erreichen täglich so wunderbare Nachrichten von Menschen überall und jeder bestätigt, dass vegan und aktiv zu werden die beste Entscheidung war, die sie je treffen konnten. Veganer Aktivismus ist Familie und sie hat mich gefunden und macht mich jeden Tag zu einem besseren Ich.

Wie ihr aktiv werden könnt? Dazu habe ich auf meinem Instagram Account eine eigene Story verlinkt. Schaut gerne vorbei.

Wenn ihr mehr und spezifischere Fragen zu Veganismus und Aktivismus habt, könnt ihr mir gerne jederzeit auf Instagram (_winterprayers )schreiben. Ich hab immer ein offenes Ohr für alle Anliegen.
Stay Strong and keep on fighting 🌱
Vici 💗

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