Die schlechten Tage und der Zweifel-Kobold

Sicher kennt sie jeder von euch…Die schlechten Tage! Tage an denen du dich am liebsten in ein Erdloch verkriechen willst um allen Menschen aus dem Weg zu gehen, Tage an denen du dich absolut nicht leiden kannst.

Ich habe gerade wieder eine Phase schlechter Tage hinter mir – ich habe sie vor meinem Bücherregal verbracht, mit unmengen von Keksen und Tee und habe versucht mich in eine fiktive Welt zu flüchten. In meine kleine fiktive Welt.


Es ist okay auch mal an sich selbst zu zweifeln, Zweifel sind menschlich und natürlich und keinesfalls ein Zeichen von Schwäche! An meinen schlechten Tagen komme ich kaum aus dem Bett raus (wenn ich überhaupt aufstehe), esse und trinke sehr wenig bis gar nicht und weine viel. In meinem Kopf geht plötzlich ein Vorhang auf und ich blicke auf meine Vergangenheit – aber nicht auf die guten Dinge die ich im Leben erreicht habe – sondern auf die, die mich runter gezogen haben, Momente in denen ich verletzt wurde oder verletzt habe. Ich gehe verschiedene Szenarien durch und denke wie es wohl abgelaufen wäre, hätte ich doch nur anders reagiert oder wenn ich vielleicht sogar ein ganz anderer Mensch wäre. Es ist wie eine Art Albtraum-Welt wenn ihr versteht was ich meine.

Ich habe lange gebraucht um einen Weg aus der besagten Albtraum-Welt zu finden, manchmal hatte ich das Gefühl ich wäre in eine Sackgasse geraten und das machte mich noch wütender und trauriger. Ich habe verschiedene Dinge ausprobiert um mich abzulenken, wenn ich bemerkte das es wieder bergab ging. Als erstes habe ich angefangen zu nähen, was erstmal auch gut klappte, aber da meine Augen immer schlechter wurden und ich mit der Zeit immer ungeduldiger hab ich das schnell aufgegeben. Ich wollte zeichnen, aber wurde gleich wieder aus der Bahn geschmissen als ein Strich nicht so war wie ich es wollte (mittlerweile mache ich es wieder sehr gern!), letztendlich habe ich angefangen zu schreiben. Erst Tagebücher, dann auf verschiedenen Gastblogs, und schließlich habe ich mir den eigenen Blog gemacht. Mittlerweile sitze ich sogar an einem Buch – aber ob dieses jemals veröffentlicht wird steht in den Sternen. Für mich ist es hilfreich mit Projekten zu beginnen. Ich muss mich zwar in den Popo treten aber es hilft! (wenn gar nichts mehr hilft muss mir ab und zu auch Andi in den Popo treten)

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass ihr unbedingt schreiben müsst, aber versucht euch an den schlechten Tagen Ausdruck zu geben, egal ob durch zeichnen, fotografieren, musizieren basteln, schreiben, zaubern, pflanzen oder was weiß ich nicht noch alles. Probiert einfach mal neue Dinge aus. Geht aus euch raus und findet somit raus was euch am besten hilft – wie ihr euch am besten Ablenken könnt.

Natürlich wird es wieder Tage geben an dem der Zweifel-Kobold sich einnistet, ihr euren Wert nicht erkennt oder euch einfach nicht gut genug fühlt aber es wird auch wieder Momente geben in denen ihr stolz seid auf das was ihr gemacht habt, wenn ihr mitbekommt, dass vielleicht sogar andere Menschen eine Freude an dem haben oder wenn ihr positives Feedback bekommt.

Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, auch die bei denen alles perfekt scheint. Lasst euch niemals von schlechten Tagen, Kobolden oder sonstigem unterkriegen.

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