Katzen als Seelentröster

Menschen die mich schon länger hier oder auf anderen Plattformen verfolgen kennen sicher schon meine Herren Kater. Käpt’n Balu und Herr Frodo – aber wisst ihr auch unter welchen Umständen wir uns die beiden geholt haben? 

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Andi und Ich hatten schon immer Tiere – vorallem Katzen. Klar, er ist auf einem Pferdehof aufgewachsen und ich in einer sehr tierlieben Familie. Für uns war schnell klar, dass wir früher oder später auch wieder Tiere bei uns als Mitbewohner haben wollen – und meine Lieben es war damals die richtige Entscheidung.

Ich lebe seit vielen Jahren mit (u.a.) einer Angststörung und Panikattacken, das ist unter anderem auch der Grund weshalb ich Tage und Nächte wach war, bis mir vor Erschöpfung schließlich die Augen zu fielen. Ich wusste lange nicht wie ich damit umgehen muss, war auch längere Zeit in Therapie bei einer Verhaltenstherapeutin was mir persönlich allerdings nicht sehr viel brachte, ich fühlte mich nicht wirklich verstanden. (Lag nicht an der Therapeutin, die war super) 

In einer besonders schlimmen Phase war Andi schon kurz vorm Verzweifeln. Ich hatte wegen jeder Kleinigkeit „Ausraster“ und wirklich gar nichts half mehr – bis ich von den kleinen zurückgelassenen Kätzchens eines Bekannten hörte. Die beiden sind Bauernkatzen und hatten eine eher unschöne Kindheit. Viel zu früh von deren Mutter weg, die gleich einen neuen Wurf hatte, dementsprechend bekamen sie keine Milch, Zuneigung oder Liebe von der Mutter. Ich habe mich sofort in die beiden verliebt und stand dann plötzlich mit dem Katzenkorb vor Andi in unserer Wohnung und verkündete, dass dies unsere neuen Familienmitglieder sind. Er war zwar etwas überrumpelt aber hat sich sehr über die Fellnasen gefreut, und er merkte sofort, dass es mir besser ging. 

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Die ersten Tage, Wochen, sogar Monate waren sehr turbulent. Mein kleiner Herr Frodo kam nur zum fressen, für die Milch die wir zufüttern mussten und fürs Klo unter dem Sofa raus. Er hatte Angst vor jedem Knarren, jeder Stimme, jedem Windhauch… genau wie ich zu der Zeit. Käpt’n Balu war das genaue Gegenteil – ein kleines Stehaufmännchen, der gute Laune verbreitet.

 

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Ich habe mich Tagelang auf den Boden neben Frodo’s Versteck gelegt, habe dort geschlafen und gegessen, wollte ihn nicht alleine lassen, hatte Angst um ihn. Irgendwann hat er sich in der Nacht einfach auf meinen Bauch gelegt und angefangen zu schnurren. Seit diesem Tag trottete er mir immer nach, schlief auf mir, ließ mich nicht mehr aus den Augen – es war eine besondere Bindung. Seine Ängste wurden kleiner und meine waren auch wie weggeblasen. 

Sobald sich bei mir wieder auch nur ein Hauch davon bemerkbar machte bzw macht kommen die zwei Räuber angetrottet und legen sich auf mich drauf oder kuscheln sich an mich dran. Mein kleiner Freund ist mit mir gewachsen. Mir ist es zwar nach wie vor unangenehm, wenn fremde Menschen wie Handwerker, Postbote, oder Freunde von Freunden kommen oder was mit uns unternehmen aber es wird. Bei beiden. Mittlerweile traut sich der kleine sogar aus seinen Verstecken raus. Wir haben uns sozusagen gesucht und gefunden. 

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Ich möchte zu meinen kleinen Freunden eine kleine Blogreihe machen, wenn euch ein bestimmtes Thema interessiert, lasst es mich auf Instagram oder hier in den Kommentaren wissen. 

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